Ernährungsplan mit Appetitanregern

Wer mit Untergewicht zu kämpfen hat, kennt das vielleicht, man hat einfach keinen Hunger. Die Appetitlosigkeit hemmt das gesunde Essen von Lebensmitteln so stark, dass manchmal sogar ein Besorgnis erregendes Maß an Unterernährung erreicht werden kann. Vielen Betroffenen fällt es ungemein schwer, die empfohlene Tagesdosis von ca. 500 kcal mehr zu essen, als von ihrem Grundumsatz her eh schon vonnöten wäre, um nicht an die Grenzen des Untergewichts zu stoßen. Das normale Hungergefühl bleibt bei ihnen einfach, oft bis zur Gänze, aus. Dabei sind die Ursachen für den fehlenden Appetit oft vielfältiger Natur. Ein Gang zum Arzt ist deshalb in den meisten Fällen unabdingbar, um gesundheitliche Gründe oder mögliche Krankheiten hierfür auszuschließen, bzw. entsprechend zu behandeln. Auch seelische Auslöser können ein Fehlen des Hungergefühls bestimmen. Manche Menschen sind z.B. in ihrem beruflichen Umfeld so sehr gestresst, dass sie schlichtweg vergessen zu essen. Kummer und Sorgen schlagen Vielen ebenso auf den Appetit.

Das Ernährungstagebuch

ErnährungsplanIn einem Ernährungstagebuch kann man täglich alle Aspekte der persönlichen Essgewohnheiten notieren. Es wird festgehalten, bei welchen Aktivitäten man wann, wo, wie und was zu sich genommen hat und wie das allgemeine Befinden war. Wichtig dabei ist natürlich, dass man ehrlich zu sich selbst ist und nicht irgendetwas dazu schummelt, nur damit womöglich das Endergebnis besser aussieht. Das ist wenig hilfreich und verfälscht hernach die Auswertung. Nach ein bis zwei Wochen können häufig schon Fehler in der Ernährung erkannt und vielleicht sogar behoben werden. Außerdem lässt sich feststellen, wann und warum unter Umständen zu wenig oder gar nicht gegessen wurde.

Der Ernährungsplan

Auf Basis der im Ernährungstagebuch festgestellten Ergebnisse kann man nun einen gesunden Ernährungsplan zusammenstellen, der alle Aspekte der individuellen Essgewohnheiten mit berücksichtigt. Die Ziele des Plans sollten sein, regelmäßiger und möglicherweise ausgewogener zu essen und dabei ca. 500 kcal mehr zu sich zu nehmen, als vom persönlichen Grundumsatz her tatsächlich nötig wäre. Außerdem sollte ein solcher Plan über den Tag verteilt mehrere kleinere Mahlzeiten beinhalten. Bei einem übervollen Teller vergeht so manchem auch so schon der Appetit. In fünf bis acht Etappen aufgeteilt, nimmt man sich den Druck, alles aufessen zu müssen.

In einem gesunden Ernährungsplan sollten in jedem Fall zunächst ein kräftiges Frühstück, ein Mittagessen als warme Hauptmahlzeit und ein Abendbrot enthalten sein. In den Zeiträumen dazwischen lassen sich dann noch verschiedene Snacks unterbringen. Um eine gesunde Gewichtszunahme zu erzielen sind Lebensmittel mit einer hohen Energiedichte am sinnvollsten. Trotzdem sollte man sich nicht vornehmen etwas essen zu wollen, was man überhaupt nicht mag. Auch stark sättigende Speisen sind für Untergewichtige nicht zu empfehlen. 

Die Verdauung braucht in den meisten Fällen ein wenig Zeit sich an die geänderten Essgewohnheiten zu gewöhnen. Ein hastig herunter geschlungener Happen wirkt sich dann eher negativ aus, selbst wenn er lecker aussieht und verführerisch riecht. Man sollte das Essen mit allen Sinnen genießen und sich entsprechend Zeit nehmen. Und wer dann noch etwas Zeit übrig und die Lust dazu hat, dem kann ein sanftes Krafttraining helfen,  durch gezielten Muskelaufbau das Körpergewicht zu erhöhen. 

Hilfreiche Appetitanreger

Der schönste Plan nützt einem aber nichts, wenn man nicht in der Lage ist, ihn auch entsprechend umzusetzen. Denn was in keinem Ernährungsplan enthalten sein wird, ist das Hungergefühl. Bleibt dieses aus, können u.U. vielleicht Appetitanreger eine sinnvolle Unterstützung sein. Sie sind zumeist in den Kategorien bitter oder scharf angesiedelt und regen den Speichelfluss an. Außerdem wird damit die Magensaftproduktion wieder angekurbelt.

In vielen Restaurants werden Aperitifs und Vorspeisen angeboten, welche als sogenannte Magenöffner dienen können. Da zu viel Alkohol die Verdauung verlangsamen kann, gilt es bei den Aperitifs jedoch auf ein gesundes Maß zu achten. Bei den Vorspeisen sind kräftige Salate oder pikante Suppen am besten geeignet. Generell können viele verschiedene Gewürze nicht nur den Speisen mehr Geschmack verleihen, sondern sie regen auch auf natürliche Art und Weise den Appetit an. Dazu gehören vor allem Pfeffer, Ingwer, Chili, Paprika und Curry. In Drogerien und Apotheken sind zudem verschiedenste pflanzliche Präparate erhältlich, die als Appetitanreger dienen können. Es gibt sie in Tropfen- und Tabletten-Form oder auch als Tee-Aufgüsse aus Heilkräutern, wie Enzian, Salbei, Thymian oder Löwenzahn. Und (nicht nur) zu guter Letzt kann ein Spaziergang an der frischen Luft die Lebensgeister und damit auch den Hunger wieder wecken.

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